aller guten Dinge sind drei, deswegen kommt jetzt der dritte Beitrag zur Fußballsprache, der ein Land behandelt, in dem die Fußballterminologie Einflüssen aus 3 Sprachrichtungen ausgesetzt ist: Luxemburg.
In Luxemburg spricht man luxemburgisch, deutsch und französisch. Luxemburgisch oder Letzeburgisch wird vor allem im Privatleben verwendet und ist deswegen meist das Mittel der Wahl, wenn es um emotionsbesetzte Dinge wie z.B. Fußball geht.
Aus linguistischer Perspektive ist spannend, dass in die letzeburgische Fußballsprache zusätzlich zu Anglizismen auch Wörter aus dem Deutschen und Französischen eingewandert sind. Dabei geht man in der Linguistik meistens davon aus, dass sich langfristig nur eine Variante durchsetzen kann – wie bei „Ecke“ im Binnendeutschen im Gegensatz zu „Corner“ in Österreich und in der Schweiz. Da machen die Luxemburger aber nicht mit, sondern verwenden bisweilen zwei Begriffe parallel, was wir Linguisten als Dubletten bezeichnen:
So heißt das auf elf Spielern bestehende Team mal „Mannschaft“ und mal „Ekipp“ (vom französischen Wort équipe). Der Freistoß wird als „Fräis-touss“ oder als „Coup-franc“ bezeichnet. Und die Person, die im Englischen als referee bezeichnet wird, heißt mal „Schiidsrichter“ (kein Tipffehler) und mal „Arbitter“ (vom französischen Arbitre).
